Hast du dich schon mal gefragt, wie man Sauerkraut ganz einfach selber machen kann? Die Zubereitung ist total unkompliziert und das Beste daran ist, du brauchst nur zwei Zutaten für dieses leckere Superfood: Weißkohl und Salz.

Warum ich Sauerkraut liebe
Ich zeige dir, wie wir zu Hause ganz unkompliziert Sauerkraut selbst machen. Es schmeckt nicht nur richtig lecker, sondern steckt auch voller milchsäurebildender Bakterien, die beim Fermentieren entstehen.
Sauerkraut liefert Ballaststoffe, Vitamin C, Vitamin K2 und Mineralien wie Magnesium und Zink. Die Milchsäurebakterien können die Darmflora unterstützen. Wichtig ist, rohes, unpasteurisiertes Sauerkraut zu verwenden, denn durch Erhitzen gehen die lebenden Bakterien verloren.
Genieß es also am besten morgens roh, um von diesen Vorteilen zu profitieren, aber probier es auch mal in einem Gericht wie angebraten mit Schupfnudeln und veganer Bratwurst.
Eine tolle Ergänzung: schnell eingelegte rote Zwiebeln – genauso einfach und lecker!

Benötigtes Equipment
Es ist wirklich so einfach, Sauerkraut selber zu machen, und man benötigt keine speziellen Geräte oder Ausrüstung. Eigentlich braucht man nur ein Schneidebrett, ein scharfes langes Messer, eine große Rührschüssel und ein Einmachglas, um es aufzubewahren.
Sauerkraut Zutaten
- Weißkohl: Ich verwende gerne Bio-Kohl, grün oder weiß, aber auch Rotkohl funktioniert (für Rotkraut)!
- Salz: Verwende nicht-jodiertes Salz, da Jod die Fermentation beeinträchtigen kann. Ich nehme am liebsten Meersalz ohne Zusätze oder rosa Himalayasalz. Auch Einmachsalz eignet sich gut.
- Gewürze: Optional, aber typisch für deutsches Sauerkraut ist Kümmel. Manchmal gebe ich auch Lorbeerblätter und Wacholderbeeren dazu – für eine herzhafte, leicht fruchtige Aromatik.
Die vollständige Liste der Zutaten, Maßangaben und Nährwertinformationen für dieses Rezept findest du unten im ausdruckbaren Rezept.
Sauerkraut selber machen – Schritt-für-Schritt
Achte zuerst darauf, dass alle Utensilien sauber sind (siehe FAQs).
- Äußere Blätter entfernen und ein Blatt beiseitelegen. Kohl vierteln und den Strunk herausschneiden.
- Mit einem scharfen Messer oder einer Mandoline in sehr feine Streifen schneiden (ca. 3 mm). Kohl abwiegen, um die Salzmenge zu bestimmen (siehe FAQs).

Den geschnittenen Kohl mit Salz in eine große Schüssel geben. Mit sauberen Händen 5–10 Minuten kräftig durchkneten, bis der Kohl viel Flüssigkeit abgibt.
Tipp: 10–15 Minuten ruhen lassen, dann lässt er sich leichter massieren.


- Kohl und Flüssigkeit in ein großes Einmachglas füllen. Mit einem Stößel oder ähnlichem fest nach unten drücken, bis alles bedeckt ist.
Das Glas nicht zu voll machen, da sich der Inhalt beim Fermentieren ausdehnt.
- Gewürze wie Lorbeer, Kümmel oder Wacholder (optional) hinzufügen. Kohl mit einem sauberen Gewicht (z. B. Stein im Zipbeutel oder Fermentationsgewicht) beschweren. Das beiseitegelegte Kohlblatt als Abdeckung unter das Gewicht legen.



- Das Glas mit einem sauberen Tuch oder Frischhaltefolie abdecken und mit einem Gummi fixieren (alternativ einen Gärdeckel mit Ventil verwenden). An einem kühlen, dunklen Ort (idealerweise bei 18–22 °C) für 2–3 Wochen fermentieren lassen (siehe FAQs für Infos zu Temperatur und Fermentationsdauer).
Täglich „aufstoßen“, um Gase entweichen zu lassen. Kohl nach unten drücken, damit er unter der Lake bleibt. Bei Bedarf mit 2 %iger Salzlake auffüllen. Eventuellen Schaum abschöpfen.
- Wenn der Geschmack passt, Deckel fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Optional: weitere 2–3 Wochen im Kühlschrank reifen lassen.
Je länger rohes Sauerkraut im Kühlschrank weiterfermentiert, desto mehr können sich probiotische Bakterien entwickeln – allerdings verlangsamt sich die Fermentation ab etwa 2 bis 3 Wochen deutlich, danach nehmen die Bakterien nur noch langsam zu oder bleiben stabil.

Woran erkenne ich, dass das Sauerkraut fertig ist?
Eigentlich entscheidest du das selbst nach deinem Geschmack. Meist ist es fertig, wenn der Kohl von leicht grün zu einem hellen Beige wechselt und der Geschmack von salzig zu angenehm sauer wird. Je länger es fermentiert, desto intensiver wird die Säure.
In wärmeren Regionen fermentiert Sauerkraut schneller. Ich probiere deshalb schon nach 3 Tagen (weil ich in den Tropen lebe) und dann täglich, bis mir der Geschmack passt. Bei idealen Temperaturen von 18 bis 22 °C dauert die Fermentation oft mindestens zwei Wochen.
Wie lange hält selbstgemachtes Sauerkraut?
Richtig zubereitet (mit sauberem Equipment), luftdicht im Kühlschrank (oder kühlem Keller) gelagert, nur mit sauberen Utensilien entnommen und vollständig unter der Lake aufbewahrt, hält selbstgemachtes Sauerkraut 6 Monate oder länger.
Achte auf Anzeichen von Verderb: Wenn es faulig riecht, matschig oder schleimig wird, sich verfärbt oder rosa bzw. schwarzer Schimmel sichtbar ist, sollte es entsorgt werden. Weißer Schimmel auf der Oberfläche ist meist unbedenklich und kann einfach entfernt werden.
Ich empfehle nicht, Sauerkraut einzufrieren, da dies die Konsistenz und die probiotische Wirkung beeinträchtigen kann.

Serviervorschläge
Dieses einfache Sauerkraut-Rezept ist eine vielseitige Beilage und passt super zu:
- Veganer Bratwurst oder Schnitzel – pur, im Brötchen oder mit Kartoffelpüree
- Bratkartoffeln
- Klöße oder Pierogi – wie Schupfnudeln oder Gnocchi
- Brot, veganer Grilled Cheese, Burger, Hotdog oder Wraps. Auch lecker auf Avocado-Toast.
Außerdem kannst du Sauerkraut nutzen, um „schwere“ Hauptgerichte wie Pilzstroganoff oder vegane Mac ’n’ Cheese aufzupeppen, es in Suppen und Eintöpfe geben oder als Beilage zu Gemüsebratlingen, Blumenkohl-Bratlingen oder Taco-Cups genießen.
FAQs
Wie reinige und bereite ich die Utensilien für die Sauerkraut-Zubereitung vor?
Schneidebrett, Messer, Schüsseln: Mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich reinigen.
Gärgefäß oder Einmachglas: Gut ausspülen und anschließend reinigen – entweder mit kochendem Wasser ausspülen oder mit einer Essiglösung (1 Teil Essig auf 3 Teile Wasser) behandeln, danach nochmals ausspülen.
Alle Utensilien und Gläser vor der Verwendung vollständig trocknen lassen, um unerwünschtes Bakterienwachstum zu vermeiden.
Wie viel Salz muss ich für Sauerkraut verwenden?
Die Salzmenge hängt von der Fermentationstemperatur ab. Als grobe Richtlinie gilt: 2 % Salz bezogen auf das Gewicht des Kohls. Genauer pro 1 kg Kohl:
- Bei 15–18 °C: 1,5 % (15 g/kg) – dauert 3–5 Wochen
- Bei 18–22 °C: 1,8–2,0 % (18–20 g/kg) – dauert 2–3 Wochen
- Bei 22–25 °C: 2,0 % (20 g/kg) – dauert 7–10 Tage
- Bei 25–28 °C: 2,2–2,5 % (22–25 g/kg) – dauert 3–6 Tage
- Über 28 °C: 2,5 % (25 g/kg) – dauert 2–4 Tage
Temperaturen über 28 °C lassen die Fermentation zu schnell ablaufen und können Geschmack und Konsistenz beeinträchtigen. Die richtige Salzmenge ist wichtig, um unerwünschtes Mikroben- oder Schimmelwachstum zu vermeiden und die Textur zu erhalten. Wer mag, kann mit pH-Streifen testen – ideal ist ein pH-Wert unter 4, am besten zwischen 3,5 und 3,8.
Mein Sauerkraut hat Schimmel – was nun?
Wenn Kohlstreifen während der Fermentation aus der Lake herausragen, kann sich an der Oberfläche Schimmel bilden. Meist ist das kein Problem – die obere Schicht kann einfach entfernt werden. Bei rosa oder schwarzem Schimmel solltest du jedoch sicherheitshalber alles entsorgen.

Tipps für selbstgemachtes Sauerkraut
Alles sauber halten: Damit sich keine Schimmel oder unerwünschten Bakterien bilden (siehe FAQs zur genauen Reinigung).
Kohl fein schneiden: Je feiner, desto besser. Ein Gemüsehobel oder die Reibe deiner Küchenmaschine spart viel Zeit.
Kohl unter der Lake halten: Alles sollte vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nötig, mit 2 %iger Salzlake auffüllen (2 g Salz pro 100 ml Wasser, etwa 1 TL pro Tasse).
Genug Salz verwenden: Salz konserviert und unterstützt den Fermentationsprozess. (Siehe FAQs für das richtige Verhältnis.)
Regelmäßig probieren: Ab Tag 3 täglich kosten, bis dir der Geschmack gefällt. Ich mache oft zwei Gläser – eines für kürzere, eines für längere Fermentation.
Immer Nachschub haben: Bereite direkt zwei Gläser zu. Wenn das erste leer ist, kannst du gleich die nächste Runde starten und hast immer Sauerkraut im Haus.
Gläser nicht zu voll machen: Nur zu etwa ¾ füllen, damit beim Blubbern nichts überläuft.
Weitere Rezepte mit Kohl
- Vegane Kohlsuppe
- Vegane Kohlrouladen
- Coleslaw (veganer Krautsalat)
- Asia Nudelpfanne mit Gemüse
- Gyoza mit Gemüse
- Reispapier Dumplings
- Vegane Frühlingsrollen
- Chop Suey mit Gemüse

Sauerkraut selber machen
Video
Zutaten
- 1000 g Weißkohl (äußere Blätter bereits entfernt)
- 18 g Salz (siehe Anmerkungen)
- Ein paar Lorbeerblätter (optional)
- ½ TL ganzer Kümmel (optional)
Anleitungen
- Schau dir gerne das Video für eine visuelle Anleitung an.Achte zuerst darauf, dass alle Utensilien sauber sind (siehe FAQs).Äußere Blätter entfernen und ein Blatt beiseitelegen. Kohl vierteln und den Strunk herausschneiden.
- Mit einem scharfen Messer oder einer Mandoline in sehr feine Streifen schneiden (ca. 3 mm). Kohl abwiegen, um die Salzmenge zu bestimmen (siehe Anmerkungen unten).
- Den geschnittenen Kohl mit Salz in eine große Schüssel geben. Mit sauberen Händen 5–10 Minuten kräftig durchkneten, bis der Kohl viel Flüssigkeit abgibt.Tipp: 10–15 Minuten ruhen lassen, dann lässt er sich leichter massieren.
- Kohl und Flüssigkeit in ein großes Einmachglas füllen. Mit einem Stößel oder ähnlichem fest nach unten drücken, bis alles bedeckt ist.Das Glas nicht zu voll machen, da sich der Inhalt beim Fermentieren ausdehnt.
- Gewürze wie Lorbeer, Kümmel oder Wacholder (optional) hinzufügen. Kohl mit einem sauberen Gewicht (z. B. Stein im Zipbeutel oder Fermentationsgewicht) beschweren. Das beiseitegelegte Kohlblatt als Abdeckung unter das Gewicht legen.
- Das Glas mit einem sauberen Tuch oder Frischhaltefolie abdecken und mit einem Gummi fixieren (alternativ einen Gärdeckel mit Ventil verwenden). An einem kühlen, dunklen Ort (idealerweise bei 18–22 °C) für 2–3 Wochen fermentieren lassen (siehe Anmerkungen für Infos zu Temperatur und Fermentationsdauer).Täglich „aufstoßen“, um Gase entweichen zu lassen. Kohl nach unten drücken, damit er unter der Lake bleibt. Bei Bedarf mit 2 %iger Salzlake auffüllen. Eventuellen Schaum abschöpfen.
- Wenn der Geschmack passt, Deckel fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Optional: weitere 2–3 Wochen im Kühlschrank reifen lassen.
Anmerkungen
- Alle Utensilien – besonders das Einmachglas – gründlich reinigen. Einfach mit kochendem Wasser ausspülen und an der Luft trocknen lassen.
- Wichtig ist, dass der Kohl immer mit seiner eigenen Flüssigkeit (Lake) bedeckt ist, damit sich kein Schimmel bildet. Sollte dein Sauerkraut nicht genug Flüssigkeit abgeben, kannst du problemlos mit einer 2 %igen Salzlake auffüllen (2 g Salz auf 100 ml Wasser).
- Salz ist entscheidend für eine gelungene Fermentation und wirkt zusätzlich konservierend. Ich verwende am liebsten Meersalz oder Himalayasalz ohne Zusätze.
- Wie viel Salz verwenden? Die benötigte Menge hängt von der Umgebungstemperatur ab. Als Faustregel gilt: 2 % Salz bezogen auf das Gewicht des Kohls. Genauer pro 1 kg Kohl:
- 15–18 °C: 1,5 % Salz (15 g) – dauert 3–5 Wochen
- 18–22 °C: 1,8–2,0 % Salz (18–20 g) – dauert 2–3 Wochen
- 22–25 °C: 2,0 % Salz (20 g) – dauert 7–10 Tage
- 25–28 °C: 2,2–2,5 % Salz (22–25 g) – dauert 3–6 Tage
- Über 28 °C: 2,5 % Salz (25 g) – dauert 2–4 Tage
- Am besten direkt zwei Gläser Sauerkraut ansetzen. Das zweite lässt du etwas länger fermentieren und kannst dann vergleichen, welche Variante dir besser schmeckt. Sobald das erste Glas leer ist, startest du die nächste Runde – so hast du immer frisches Sauerkraut auf Vorrat.
- Zum Servieren schmeckt etwas geräuchertes Paprikapulver richtig lecker dazu.
- Rezept ergibt ca. 12 Portionen. Nährwerte beziehen sich auf eine Portion.
Die Nährwertinformationen sind ungefähre Angaben und wurden automatisch berechnet
FALLS DU PINTEREST NUTZT, KANNST DU GERNE FOLGENDES BILD PINNEN:





Frage, kann ich das gehobelte und gesalzene Kraut eine Nacht in der Tuper aufbewahren, bevor ich es weiterverarbeite?🙏
Ja, das kannst du grundsätzlich machen 😊💛
Das gehobelte und gesalzene Kraut kann eine Nacht in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank stehen, bevor du es weiterverarbeitest. Das ist sogar oft hilfreich, weil das Salz in der Zeit schon Wasser zieht und der Kohl weicher wird.
Am nächsten Tag einfach nochmal gut durchkneten/massieren, damit noch mehr Flüssigkeit austritt, und dann wie gewohnt ins Glas füllen 👍
Wichtig ist nur, sauber zu arbeiten und es kühl zu lagern.
Hallöchen! Ich habe noch eine Frage zum Rezept. Ich esse jeden Tag eine kleine Portion rohes Sauerkraut. Daher möchte ich gerne wissen wie lange das selbst gemachte Kraut nach abgeschlossener Fermentation im Kühlschrank haltbar ist. Beste Grüße!
Hallöchen 😊
wie schön, dass du Sauerkraut selbst machst! 💛
Nach abgeschlossener Fermentation hält sich selbst gemachtes Sauerkraut im Kühlschrank in der Regel mehrere Monate, oft sogar 3–6 Monate oder länger, wenn es gut gekühlt und sauber gelagert wird.
Wichtig ist:
Das Kraut sollte immer mit Flüssigkeit bedeckt sein
Am besten in einem sauberen, gut verschlossenen Glas aufbewahren
Immer mit sauberem Besteck entnehmen
Wenn es noch gut riecht (angenehm säuerlich) und keine ungewöhnlichen Verfärbungen oder Schimmel auftreten, ist es in der Regel noch völlig in Ordnung 👍
Viele Grüße und weiterhin viel Freude beim Fermentieren 😊💛
das beste rezept super einfach und präzis erklärt.
Sehr einfach und lecker….
Wie schön 😊
Genau so soll es sein, einfach gemacht und richtig lecker.
Danke dir für dein Feedback 💛
ich find das Rezept Klasse. Seid ich es kenne habe ich immer Sauerkraut vorrätig 😍
Oh wie schön 😍 Das freut mich total. Sauerkraut auf Vorrat ist sowieso nie verkehrt. Danke dir fürs Teilen 💚
Hallo,
ich habe jetzt nach deinem Rezept mein 2. Sauerkraut angesetzt. Beim ersten Mal hat es leider nicht funktioniert. Das Sauerkraut fermentiert jetzt seit 1 Woche in einem Weck-Glas. Ich habe es heute geöffnet und das Sauerkraut ein bisschen nach unten gedrückt und den dabei hochkommenden Schaum abgeschöpft. Dieser war leicht schleimig. Ist das normal? Farbe, Geruch, Aussehen und Geschmack sind normal.
Liebe Grüße
Sabine
Hallo liebe Sabine,
das klingt erstmal ganz normal und gut 😊
Ein leichter Schaum obenauf kann bei der Sauerkraut Fermentation entstehen, gerade in den ersten ein bis zwei Wochen. Wenn Farbe, Geruch und Geschmack angenehm und sauerkrautig sind, ist das ein sehr gutes Zeichen.
Der leicht schleimige Schaum kann durch Hefen entstehen, die an der Oberfläche mit Sauerstoff reagieren. Wichtig ist, dass das Kraut immer gut unter der Lake bleibt. Abschöpfen und wieder nach unten drücken war genau richtig.
Solange nichts faulig, schimmelig oder wirklich unangenehm riecht und kein flauschiger Schimmel zu sehen ist, kannst du ganz entspannt bleiben. Weiter fermentieren lassen und einfach regelmäßig kontrollieren.
Liebe Grüße
Ela 💚
Hallo
Ich habe mein erstes Sauerkraut angesetzt. Musste noch Flüssigkeit zugeben. Muss der Salzgehalt ganz genau sein oder was würde passieren wenn es etwas mehr wäre?
Vielen lieben Dank für das tolle Rezept 😊
Hallo Ester 😊 wie schön, dass du dein erstes Sauerkraut angesetzt hast, das macht richtig Spaß.
Der Salzgehalt muss nicht auf das Milligramm genau sein, aber er sollte ungefähr im richtigen Bereich liegen. Etwas mehr Salz ist grundsätzlich weniger problematisch als zu wenig Salz.
Zu wenig Salz kann dazu führen, dass sich falsche Bakterien durchsetzen, das Kraut weich wird oder sogar schlecht riecht und kippt. Zu viel Salz hemmt einfach nur die Fermentation. Das Sauerkraut fermentiert dann langsamer und wird etwas salziger im Geschmack, aber es verdirbt nicht. Im schlimmsten Fall braucht es einfach länger, bis es schön sauer wird.
Wenn du merkst, dass es dir später zu salzig ist, kannst du das Sauerkraut vor dem Essen einfach kurz abspülen oder mit etwas Wasser mischen, das funktioniert sehr gut.
Du hast also alles richtig gemacht und dein Sauerkraut ist auf einem guten Weg 😊
Vielen Dank für die ausführliche Anleitung.
Ich habe heute zum erstenmal Sauerkraut angesetzt, in einem Gärglas
Ich habe nur noch eine Frage: Dass man nach der Entnahme das Gewicht kurz reinigt, habe ich schon gelesen Wie verhält sich das mit dem Kohlblatt, welches obenauf liegt. Muss das ersetzt werden?
Liebe Grüße
Sehr gern 🤍
Und wie schön, dass du dein erstes Sauerkraut angesetzt hast.
Das Kohlblatt kannst du ganz entspannt drin lassen. Es muss nicht jedes Mal ersetzt werden. Es dient nur als Schutzschicht, damit das eigentliche Sauerkraut gut unter der Lake bleibt. Solange es sauber aussieht, nicht schimmelt und gut von der Lake bedeckt ist, darf es einfach liegen bleiben.
Wenn du merkst, dass das Blatt sehr weich wird, sich auflöst, dunkel wird oder unangenehm riecht, dann nimm es raus und leg ein frisches Blatt darauf. Das ist aber eher die Ausnahme und passiert meist erst nach längerer Zeit.
Viel Freude mit deinem Sauerkraut. Das erste Glas ist immer etwas Besonderes 😊
Nach Sauerkraut Entnahme ,müssen die Steine gereinigt werden?
Ja, die Gewichte sollten nach jeder Entnahme kurz gereinigt werden.
Am besten so:
• einfach mit heißem Wasser abspülen
• falls etwas anhaftet, ganz mildes Spülmittel verwenden und sehr gut nachspülen
• anschließend vollständig trocknen lassen, bevor du sie wieder nutzt
Sie müssen nicht sterilisiert werden, aber sauber und trocken ist wichtig, damit beim nächsten Ansatz nichts Unerwünschtes ins Glas kommt. 😊💛
Super beschrieben und tolles Ergebnis
Freut mich sehr! Danke für dein Lob!
Hat super geklappt, ich bin gespannt auf das Ergebnis in 2-3 Wochen. Danke für das tolle Rezept. Ich habe grobkörniges Salz genommen, da ich davon noch einiges habe. Hab es nicht beschwert mit einem Stein, sondern mit der Hand nach unten gedrückt, so kam die lake auch sehr gut nach oben 👍
Wie schön, das freut mich sehr! 😊 Bin gespannt, wie dir das Ergebnis schmeckt. Mit grobkörnigem Salz klappt es auch super, und Hauptsache die Lake bedeckt alles – perfekt gelöst! Danke fürs Teilen deiner Erfahrung. 🙂
Hallo!
Danke für dein gut beschriebenes Rezept. Trotzdem habe ich noch einige Fragen. Ich habe vor etwa 3 Wochen 2 Kohlköpfe ( je 1 kg etwa) nach Vorschrift geschnitten usw. und abgefüllt, das meiste in ein 3-l-Fermentierglas, das gerade beim Discounter im Angebot war, beschwert mit Glasgewichten und dann mit Silikonventildeckel geschlossen und in der Küche bei Zimmertemeratur (meist zwischen 22 und 26° stehen gelassen , öfter kontrolliert, aber nicht mehr geöffnet. Ich konnte weder Schaum beobachten noch ist Flüssigkeit ausgetreten. Es sieht immer noch aus wie frisch eingefüllt.
Den Rest des gestampften Kohls, welcher nicht mehr in das Gärgefäß passte, habe ich in einem Glasbehälter unbeschwert untergebracht, mit fest schießendem Deckl verschlossen und in den Kühlschrank gestellt, weil ich eigentlich vorhatte, die nächsten Tage davon bulgarischen Krautsalat zu machen. Es kam etwas dazwischen und ich vergaß das Gefäß für längere Zeit. Als ich es letzte Woche öffnete, fand ich den Inhalt einwandfrei, aber leicht säuerlich vor. Seitdem habe ich jeden Tag etwas davon roh gegessen, hatte aber nicht das Gefühl, dass es immer saurer wurde.
Mein Sauerkraut letzte Jahr gärte dagegen recht intensiv mit Füssigkeitsaustritt und war deutlich saurer.
Was rätst du mir, wie ich nun weiter mit dem Fermentierglas verfahren sollte? In die (autofreie) Garage stellen? In den Kühlschrank passt das Glas nicht. Ich würde mich freuen, wenn du einen Tipp für mich hättest!
Hallo Ute! Danke für deine ausführliche Rückmeldung! Nur zum Verständnis: Hast du das Fermentierglas inzwischen geöffnet oder meinst du das kleinere Glas aus dem Kühlschrank? Es ist völlig normal, dass die Fermentation je nach Temperatur, Kohl und Salzgehalt unterschiedlich verläuft. Manchmal blubbert es stark, manchmal fast gar nicht. Wichtig ist, dass der Kohl mit Lake bedeckt bleibt. Wenn dein Kraut nach 3 Wochen noch frisch aussieht, kannst du es einfach weiter bei Zimmertemperatur stehen lassen und regelmäßig probieren, bis dir der Geschmack passt. Danach am besten kühl lagern – wenn der Kühlschrank zu klein ist, wäre die Garage eine gute Alternative, solange es dort nicht zu warm ist.
Kannst du mir bitte noch sagen wie groß dass Einmachglas für 1 kg sein soll?
Danke
Klaus
Hallo Klaus,
für 1 kg Weißkohl passt ein 1-Liter-Einmachglas in der Regel gut, solange du den Kohl richtig fest hineindrückst und er mit Flüssigkeit bedeckt ist.
Falls du noch etwas mehr Platz zum Arbeiten oder zum Beschweren haben möchtest, kannst du auch ein 1,5-Liter-Glas nehmen. Dann läuft beim Fermentieren garantiert nichts über, da sich der Kohl ja noch ausdehnt.
Meine Empfehlung: Lieber ein bisschen größer wählen (1,5 L), so hast du oben genug Raum für Lake, Gewicht und eventuell entstehende Gase.
Danke für deine zügige Antwort. Das Fermentierglas habe ich noch überhaupt nicht geöffnet. Der Flüssigkeitspegel steht ohne jede Schaumbildung 1 cm unter dem Deckelrand. Es tut sich nichts Sichtbares.
Das übrige Kraut im Kühlschrank dagegen schmeckt leicht säuerlich und ist inzwischen fast aufgegessen.
Im letzten Jahr habe ich Sauerkraut in einigen Weckgläsern angesetzt. Da hat es stark geschäumt und ist auch übergelaufen. Es schmeckte sauer, ist aber nach einigen Entnahmen nach einiger Zeit schlecht geworden, wohl, weil sich der Flüssigkeitsspiegel nicht halten ließ..Ich hatte da noch keine richtigen Glasgewichte, sondern habe kleine Weckdeckelstapel benutzt. Das war eher suboptimal.
hallo,
mein sauerkraut hat bei opt. temp. 1woche fermentiert dann war schluss.
nun ist die lake klar, schaum weg, kraut ist teilweise beige teilweise noch weiss. Es riecht nicht mehr sauer.
was mache ich falsch? (glas mit gärventil)
Grüßlä
Hallo 🙂
das klingt so, als hätte die Fermentation einfach zu früh aufgehört. Normalerweise sollte das Kraut nach einer Woche bei optimaler Temperatur noch weiter säuern. Wenn es nicht mehr sauer riecht, ist wahrscheinlich die Gärung nicht richtig in Gang gekommen oder sie ist durch zu wenig Salz oder zu viel Sauerstoff abgebrochen.
Achte beim nächsten Versuch darauf, dass das Kraut gut unter Lake bleibt, genügend Salz drin ist und die Temperatur konstant passt. Dann sollte es länger und stabiler fermentieren.
Tausend Dank fuer das Rezept! Ich lebe in einem sehr heissen Land und dachte immer, hier koenne man kein Sauerkraut herstellen. Bei Deinem Rezept, dass sehr klar und ausfuehrlich ist, habe ich mich aber endlich getraut – mit einem Superergebnis. Nach drei Tagen war es fertig und hat ausgezeichnet geschmeckt. Vielen Dank also nochmal an Dich. Und an alle, die wie ich in den Tropen leben: es geht!
Das passt perfekt, da ich ja auch in den Tropen lebe und das Rezept deshalb so ausführlich und klar beschrieben habe. Freut mich total, dass es bei dir so gut geklappt hat! Vielen Dank für dein tolles Feedback. 🌿