Dieses Quinoa-Brot-Rezept ist ganz einfach zuzubereiten, ohne Hefe, Öl, Zucker oder Gluten. Ein vollwertiges, nährstoffreiches glutenfreies Brot, das sich perfekt zum Toasten eignet!

In den letzten Jahren ist es für mich fast schon ein kleines Herzensprojekt geworden, nährstoffreiches, glutenfreies Brot zu backen. Ich habe bereits Rezepte für proteinreiches Saatenbrot und Linsenbrot geteilt, aber in letzter Zeit bin ich total begeistert von Quinoa. Nach einigen leckeren Experimenten ist so dieses Quinoa-Brot-Rezept entstanden. Es ist gesund, einfach zu machen und passt sowohl zu süßen, als auch zu herzhaften Belägen.
Dieses Rezept kommt ohne Hefe, Kneten, Öl und Zucker aus und wird mit nahrhaften, vollwertigen Zutaten zubereitet. Es liefert reichlich Ballaststoffe und etwas pflanzliches Protein, das lange satt hält. Da Quinoa ein komplettes Protein ist, eignet sich das Brot besonders gut für eine pflanzliche Ernährung.
Suchst du noch mehr gesunde, glutenfreie Brot-Rezepte? Dann probiere doch mal mein Körnerbrot Rezept oder mein low-carb Leinsamenbrot.

Die Zutaten
- Quinoa: Ich habe bisher weiße Quinoa verwendet, aber auch rote Quinoa könnte funktionieren. Wichtig ist, ungekochte Quinoa zu nehmen (ein leichtes Anrösten verstärkt das nussige Aroma, aber keine gekochte Quinoa verwenden).
- Mehl: Da Quinoa glutenfrei ist, eignet es sich perfekt für ein glutenfreies Brot. Ich verwende eine selbstgemachte Mischung aus Buchweizen-, Kichererbsen- und Tapiokamehl (Mengen siehe Rezeptkarte). Eine gekaufte glutenfreie Mehlmischung sollte ebenfalls gut funktionieren.
- Flohsamenschalenpulver: Es hilft dabei, dass der glutenfreie Teig in seiner Elastizität und Weichheit einem normalen Teig ähnlicher wird.
- Triebmittel: Dieses hefefreie Quinoa-Brot wird mit Backpulver und Natron gebacken, was für eine leichtere Textur sorgt.
- Apfelessig: (oder anderer Essig/Zitronensaft) Aktiviert das Natron.
- Samen/Körner: Sie geben Geschmack, Biss, Bindungskraft und zusätzliche Nährstoffe. Ich nutze ein Mischungsverhältnis von 2:2:1 aus Leinsamen, Sonnenblumenkernen und Chiasamen.
- Salz
- Wasser
Die vollständige Liste der Zutaten, Maßangaben und Nährwertinformationen findest du unten im ausdruckbaren Rezept.

Um das Brot zu verfeinern
Herzhaftes Brot: Gewürze hinzufügen (Zwiebel-/Knoblauchpulver, gemahlener Kreuzkümmel, geräuchertes Paprikapulver, Chiliflocken/Cayenne oder Hefeflocken), getrocknete Kräuter (italienische Kräutermischung, Oregano oder Rosmarin), extra Samen/Nüsse, getrocknete Tomaten und/oder Oliven. Kein „zu feuchtes/nasses“ Gemüse verwenden.
Süßes Brot: 1–2 EL Ahornsirup/Agavendicksaft, getrocknete Früchte (Rosinen, Cranberries, Kirschen, Aprikosen) und/oder ½–1 TL Gewürze (Vanille, Zimt und/oder Muskat) hinzufügen.
Quinoa Brot selber machen – Schritt-für-Schritt
- Zuerst die trockene Quinoa in einer Schüssel mit reichlich Wasser 2–3 Stunden einweichen (über Nacht ist noch besser). Anschließend gut abspülen und abtropfen lassen.

- Dann den Ofen auf 180 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. In der Zwischenzeit die Quinoa zusammen mit warmem Wasser (ca. 38–43 °C) in einem Hochleistungsmixer glatt pürieren.


- In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten (glutenfreies Mehl, Flohsamenschalenpulver, Salz, Backpulver und Natron) miteinander vermischen.

- Die flüssige Mischung zu den trockenen Zutaten geben, den Apfelessig hinzufügen und alles gut verrühren. Durch die Flohsamenschalen dickt der Teig schnell an.


- Die Samen hinzufügen und unterrühren. Den Brotteig anschließend mit leicht angefeuchteten Händen zu einem rustikalen Laib (oder in deiner gewünschten Form) auf dem Backblech formen. Optional noch etwas mehr Samen darüber streuen.


- Das Quinoa-Brot etwa 50 Minuten backen, bis die Kruste fest ist und ein Zahnstocher, der in die Mitte gesteckt wird, sauber herauskommt.
- Zum Schluss den Laib vollständig auf einem Gitterrost auskühlen lassen, bevor du ihn anschneidest. Guten Appetit!

Serviervorschläge
Du kannst das Quinoa Brot pur essen, ich esse es aber auch gerne getoastet. Es hat einen kräftigen, nussigen, leicht gerösteten Geschmack und passt besonders gut zu:
- Vegane Butter (ideal zum Dippen in veganen Suppen, Eintöpfen oder veganem Käsefondue)
- Avocado (für Inspiration siehe meine Ideen für Avocado-Toast)
- Veganes Rührei
- Käse (veganer Frischkäse oder vegane Ricotta mit frischem Gemüse)
- Aufstriche (z. B. Hummus, Linsendip, Knoblauch-Bohnen-Dip, optional mit Gurke, Tomate, Essiggurken usw.)
- Nuss- oder Kernmus
Aufbewahrung
Vorbereiten: Quinoa über Nacht einweichen und am nächsten Tag pürieren.
Lagerung: In einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur 2–3 Tage oder im Kühlschrank 3–5 Tage. Nach Tag zwei am besten getoastet genießen.
Einfrieren: Den Laib in Scheiben schneiden, zwischen jede Scheibe ein Stück Backpapier legen, kurz einfrieren, bis sie fest sind, und dann in einen Gefrierbeutel geben. 2–3 Monate haltbar. Zum Servieren bei Raumtemperatur auftauen oder direkt aus dem Gefrierfach im Toaster oder der Mikrowelle erhitzen.

FAQs
Kann ich die Flohsamenschalen weglassen?
Nicht wirklich. Sie sind ein wichtiges Bindemittel und beeinflussen die Textur des Brotes. Gemahlene Chiasamen können theoretisch ebenfalls als Bindemittel dienen, sind aber schwächer, daher bräuchtest du etwa die doppelte Menge und das Brot wird dichter/schwerer.
Warum ist mein Quinoa-Brot blau/lila geworden?
Einige Flohsamensorten verfärben sich in Kombination mit Natron. Das Brot ist trotzdem unbedenklich zu essen. Um die Verfärbung zu vermeiden, probiere beim nächsten Mal eine andere Marke (ich verwende gerne das Flohsamenschalenpulver aus dem DM).
Anmerkungen zum Rezept
- Laib formen: Das Brot geht nicht sehr stark auf, also die gewünschte Form vor dem Backen formen.
- Form anpassen: Du kannst einen Laib, ein Baguette oder mehrere Brötchen machen. Passe die Backzeit entsprechend an.
- Vollständig auskühlen lassen: Das Brot ist heiß noch empfindlich und klebrig. Erst vollständig abkühlen lassen, damit es sich schneiden lässt, ohne zu bröseln.
- Rezept verdoppeln: Ich empfehle, zwei separate Brote zu backen, statt ein großes.

Weitere glutenfreie Brot-Rezepte
- Glutenfreies Brot (ohne Hefe, vegan)
- Brot backen ohne Hefe (Baguette)
- Pita Brot Rezept (Fladenbrot selber machen)
- Veganes Naan Brot ohne Hefe (glutenfrei)
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Quinoa Brot (glutenfreies Rezept)
Video
Zutaten
- 170 g trockene Quinoa (eingeweicht, abgespült und abgetropft)
- 180 g glutenfreies Mehl (siehe Anmerkungen)
- 30 g Flohsamenschalenpulver
- 1 TL Salz
- 1 TL Backpulver
- ½ TL Natron
- 240 ml warmes Wasser
- 15 ml Apfelessig
- 50 g Samen (z. B. 20 g Leinsamen, 20 g Sonnenblumenkerne, 10 g Chiasamen)
Anleitungen
- Schau dir gerne das Video für eine visuelle Anleitung an.Zuerst die trockene Quinoa in einer Schüssel mit reichlich Wasser 2–3 Stunden einweichen (über Nacht ist noch besser). Anschließend gut abspülen und abtropfen lassen.
- Dann den Ofen auf 180 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. In der Zwischenzeit die Quinoa zusammen mit warmem Wasser (ca. 38–43 °C) in einem Hochleistungsmixer glatt pürieren.
- In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten (glutenfreies Mehl, Flohsamenschalenpulver, Salz, Backpulver und Natron) miteinander vermischen.
- Die flüssige Mischung zu den trockenen Zutaten geben, den Apfelessig hinzufügen und alles gut verrühren. Durch die Flohsamenschalen dickt der Teig schnell an.
- Die Samen hinzufügen und unterrühren. Den Brotteig anschließend mit leicht angefeuchteten Händen zu einem rustikalen Laib (oder in deiner gewünschten Form) auf dem Backblech formen. Optional noch etwas mehr Samen darüber streuen.
- Das Quinoa-Brot etwa 50 Minuten backen, bis die Kruste fest ist und ein Zahnstocher, der in die Mitte gesteckt wird, sauber herauskommt.
- Zum Schluss den Laib vollständig auf einem Gitterrost auskühlen lassen, bevor du ihn anschneidest. Guten Appetit!
Anmerkungen
- Glutenfreies Mehl: Ich habe folgende Mischung verwendet: 70 g Buchweizenmehl, 75 g Kichererbsenmehl, 35 g Tapiokastärke. Auch eine gekaufte glutenfreie Mehlmischung sollte gut funktionieren.
- Kann ich die Flohsamenschalen weglassen? Nicht wirklich. Sie sind ein wichtiges Bindemittel und beeinflussen die Textur des Brotes. Gemahlene Chiasamen können theoretisch ebenfalls als Bindemittel dienen, sind aber schwächer, daher bräuchtest du etwa die doppelte Menge und das Brot wird dichter/schwerer.
- Warum ist mein Quinoa-Brot blau/lila geworden? Einige Flohsamensorten verfärben sich in Kombination mit Natron. Das Brot ist trotzdem unbedenklich zu essen. Um die Verfärbung zu vermeiden, probiere beim nächsten Mal eine andere Marke (ich verwende gerne das Flohsamenschalenpulver aus dem DM).
- Laib formen: Das Brot geht nicht sehr stark auf, also die gewünschte Form vor dem Backen formen.
- Form anpassen: Du kannst einen Laib, ein Baguette oder mehrere Brötchen machen. Passe die Backzeit entsprechend an.
- Rezept verdoppeln: Ich empfehle, zwei separate Brote zu backen, statt ein großes.
Die Nährwertinformationen sind ungefähre Angaben und wurden automatisch berechnet
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Obwohl mir ein Fehler unterliegen, nämlich Quinoa und Flüssigkeit zu pürieren (hab den ganzen Teig mit wenig Flüssigkeit am Ende etwas püriert), ist das Brot super fluffig, wahrscheinlich etwas weicher, und geschmacklich ein Hit. Getoastet mit Butter und Kresse🩷🩷🩷
Wie cool 😍 manchmal entstehen die besten Ergebnisse genau so.
Durch das kurze Pürieren bindet die Quinoa die Flüssigkeit einfach stärker, deshalb wird es fluffiger und etwas weicher. Geschmacklich passt das sowieso super.
Danke dir fürs Teilen!
Nach vier fehlgeschlagenen Versuchen war der fünfte endlich ein voller Erfolg! 🥳 Diesmal habe ich das Quinoa über Nacht eingeweicht, und seeehr gut abgetropft, sodass keine überschüssige Feuchtigkeit mehr blieb. Ich habe es mit warmem Wasser (nicht heiß!🙈) püriert, die Ofentemperatur auf 190 °C statt 180 erhöht und die Backzeit auf 60 Minuten verlängert, in den letzten 10 Minuten das Brot direkt auf dem Rost gebacken. Besonders wichtig war das vollständige Abkühlen auf einem Gitter. Das Brot ist so lecker geworden, dass es bei mir definitiv zum Regel-Brot wird! Ich habe es mit Erdnussbutter und Bananenscheiben genossen und auch einfach mit veganer Butter zur warmen Linsensuppe – beides unglaublich gut!!! Wer wie ich mit einem eher feuchten Inneren kämpft, kann versuchen, gut abgetropftes Quinoa, höhere Temperatur, längere Backzeit und ausreichend Abkühlen zu beachten – hat bei mir zumindest Wunder bewirkt! Danke Ela für das super Rezept und die hilfreichen Tipps!
Wie schön, das freut mich total, liebe Bagi! 🥰 Klasse, dass die Tipps so gut funktioniert haben – und deine Kombis mit Erdnussbutter und Suppe klingen mega lecker! 💚
Edit: Liebe Bagi, ich hab das Foto, welches du mir per Email geschickt hast, unter deinen Kommentar eingefügt. 🙂
Mein Brot ist leider sehr fest geworden, überhaupt nicht aufgegangen. Ich habe Deine GF Mehlmischung benutzt. Was kann da schief gelaufen sein?
Hallo Christiane! Das Quinoa-Brot geht generell nicht stark auf, aber es sollte trotzdem eine lockere Krume haben. Wenn es sehr fest geworden ist, könnte es daran liegen, dass die Flohsamenschalen nicht fein genug waren (ich nehme immer Pulver), oder dass das Wasser nicht warm genug war. Wichtig ist auch, die Quinoa wirklich gründlich einzuweichen und im Mixer ganz fein zu pürieren. Hast du den Teig direkt nach dem Mischen geformt und gebacken? Zu langes Stehenlassen kann ihn nämlich dichter machen.
Ein super leckeres und luftig-saftiges Brot. Schmeckt wie beschrieben auch getoastet klasse. Meist friere ich die Brote ein, weil es für mich alleine zuviel ist. Ich bin gespannt, wie es aufgetaut schmeckt. Dankeschön für das prima Rezept 🙏
Wie schön, dass dir das Brot so gut gelungen ist, liebe Bettina! 💚 Eingefroren und wieder aufgetaut schmeckt es in der Regel immer noch richtig lecker, vor allem, wenn du die Scheiben kurz toastest. Danke dir für dein tolles Feedback und viel Freude beim Genießen! 🥰