Dieses Saatenbrot ohne Kneten enthält weder Mehl noch Hefe und ist ein gehaltvolles, ölfreies, veganes, glutenfreies Haferbrot mit vielen Ballaststoffen, Proteinen, gesunden Fetten und Mikronährstoffen!

Haferbrot mit Körnern ohne Mehl und Hefe
Auch wenn das Körnerbrot eine laibartige Form hat, ist es kein gewöhnliches luftiges Sandwichbrot. Stattdessen ist es ein hefefreies, eifreies, glutenfreies und mehlfreies Brot, das an ein nordisches Saatenbrot erinnert.
Was genau ist dieses Haferbrot also? Nun, dieses Rezept geht noch einen Schritt weiter als mein Low-Carb Leinsamenbrot und besteht fast ausschließlich aus gemischten Samen und Haferflocken, ganz ohne Backtriebmittel. Das Ergebnis ist ein gesundes Brot mit vollwertigen Zutaten, das sowohl zu Hause als auch unterwegs (z. B. beim Camping oder Wandern) gut schmeckt.
Es ist saftig, dicht, bissfest, sättigend, gesund und vollgepackt mit Ballaststoffen, herzgesunden Fetten und Mikronährstoffen (wie Eisen, Kalzium, Zink, Magnesium usw.), die in jedem Bissen enthalten sind, ganz ohne leere Kalorien. Und im Gegensatz zu ähnlichen Rezepten ist dieses Saatenbrot Rezept ohne Zucker und zudem ölfrei.
Und das Beste ist, dass es nur mit einer Handvoll Zutaten aus der Speisekammer in einer Schüssel SO einfach zu machen ist, dass man nur wenig aufräumen muss und keine besonderen Geräte oder Techniken braucht. Mischen, ruhen lassen, backen, abkühlen und genießen – Voila! Ein gesundes glutenfreies Brot ohne Mehl zum Frühstück, Mittagessen oder als Zwischenmahlzeit.

Die Zutaten vom Körnerbrot
- Haferflocken: Dieses Haferflockenbrot-Rezept ist von Natur aus glutenfrei, aber falls nötig sollten zertifiziert glutenfreie Haferflocken verwendet werden.
- Körner: Ich verwende verschiedene Samen für eine hervorragende Kombination aus Textur, Geschmack und Nährstoffen mit guten Bindeeigenschaften. Ich bevorzuge rohe Saaten, aber das Rösten von Kürbis- und Sonnenblumenkernen kann das Aroma noch intensiver machen.
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- Gemahlene Leinsamen (normal oder golden – wichtig für die Bindung des Brotes)
- Chiasamen (helfen auch bei der Bindung)
- Kürbiskerne
- Sonnenblumenkerne
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Andere Saaten wie Sesamsamen, Hanfsamen und Pinienkerne (die ebenfalls Samen sind) eignen sich auch hervorragend.
- Flohsamenschalen: Diese Zutat trägt dazu bei, dass weizen- und glutenfreies Brot einen glutenhaltigen Teig besser nachahmt und ist ein hervorragendes Bindemittel – diese Zutat sollte NICHT weggelassen oder ersetzt werden, denn es gibt keinen gleichwertigen Ersatz.
- Salz: Eine kleine Menge Salz verbessert den Gesamtgeschmack des Saatenbrots.
- Heißes Wasser: Das Wasser muss heiß sein, damit die gemahlenen Flohsamen und Leinsamen zum Eindicken und Binden „angeregt“ werden. Ist das Wasser nicht heiß, muss der Teig länger ruhen.
- Essig: Ich verwende Apfelessig, aber auch andere Essigsorten eignen sich, um den Teig etwas aufzulockern.
Die vollständige Zutatenliste, die Maßangaben, eine komplette Anleitung und die Nährwertangaben sind im Rezept am Ende des Blogbeitrags zu finden.

Was könnte ich sonst noch zu dem Saatenbrot hinzufügen?
- Nüsse: Einige Kürbis- oder Sonnenblumenkerne durch Nüsse ersetzen, z. B. Haselnüsse, Mandeln, Cashews, Walnüsse usw.
- Ahornsirup: Oder Kokosblütenzucker – schon 2-3 Teelöffel reichen aus, um das Aroma abzurunden (oder etwa 2 Esslöffel für ein süßeres Brot). Zuckerfreie Alternativen wie Erythrit/Stevia (granuliert oder in Tropfenform) funktionieren ebenfalls.
- Getrocknete Früchte: Für einen eher süßen Laib können einige Körner durch eine Handvoll Rosinen, Cranberries, fein gehackte Datteln, Aprikosen, Feigen usw. ersetzt werden.
- Gewürze: Für ein herzhaftes gesundes Brot ohne Hefe empfehle ich getrocknete Zwiebeln, Knoblauchpulver, Räucherpaprika und/oder Chiliflocken hinzuzufügen. Für ein süßeres Brot kann eine Prise Zimt und Muskatnuss oder Kürbiskuchengewürz hinzugegeben werden. Getrocknete Kräuter sind ebenfalls geeignet.
- Andere Zugaben: In dünne Scheiben geschnittene Oliven oder sonnengetrocknete Tomaten eignen sich ebenfalls gut.

Saatenbrot selber machen – Schritt-für-Schritt
- Zunächst alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel verrühren.
- Dann die feuchten Zutaten (Wasser und Apfelessig) hinzugeben und erneut mischen – zuerst mit einem Löffel, dann mit den Händen.
- Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben (einen Überstand lassen, damit sich das Brot leicht herausnehmen lässt), mit einem feuchten Küchentuch (oder Frischhaltefolie) abdecken und 30 Minuten lang ruhen lassen, wobei der Ofen in den letzten 15 Minuten auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt wird.
In dieser Zeit quellen die Zutaten auf und verbinden sich zu einem homogenen Laib. Das Wasser sollte vollständig aufgesaugt worden sein. Ist dies nicht der Fall, sollte der Teig länger ruhen.

- Das Brot in den Ofen schieben und etwa 50-60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
- Anschließend aus dem Ofen nehmen und vor dem Aufschneiden abkühlen lassen. Guten Appetit!

Wie servieren?
Dieses mehlfreie Hafer- und Körnerbrot schmeckt besonders gut, wenn es getoastet und/oder als Sandwich serviert wird, belegt mit:
- Hummus und Gemüse (Gurke, Radieschen, Tomate, etc.)
- Andere Dips, Pasteten und Aufstriche – wie Knoblauch-Bohnen-Dip und Linsen-Hummus
- In Scheiben geschnittene oder zerdrückte Avocado
- Kichererbsen-„Thunfisch“-Salat mit Beilagen
- Nuss- oder Kernmus (wahlweise mit Bananenscheiben oder Beeren)
- Gelees und Konfitüren – wie diese Himbeer-Chia-Marmelade
- Veganer Frischkäse mit Gemüse (Tomate, Gurke, Gewürzgurken, etc.)
- Veganer Ricotta-Käse mit Ahornsirup und Obst (Apfel, Birne, Beeren)
- Pesto und Tomatenscheiben
Dieses gesunde Brot kann auch zu Suppen, Eintöpfen und Salaten gereicht werden.

Wie soll ich das Haferbrot aufbewahren?
Aufbewahren: Darauf achten, dass das saftige Haferbrot vollständig abgekühlt ist, dann die Reste fest verpackt in einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank 6-8 Tage aufbewahren.
Einfrieren: Das Körnerbrot im Ganzen oder in Scheiben geschnitten (mit Backpapier zwischen den Scheiben) in einem Ziplock-Beutel oder in Plastikfolie im Gefrierschrank bis zu 3 Monate aufbewahren.
Über Nacht im Kühlschrank, 2-3 Stunden bei Raumtemperatur oder im Toaster/Mikrowelle auftauen.

FAQs
Kann ich das Brot aus Körnern toasten?
Ja, das sollte kein Problem sein – die Außenseite wird dann knuspriger, wie bei normalem Brot.
Kann ich Mini-Brote backen?
Ja, das sollte auch möglich sein – die Backzeit muss nur verkürzt werden. Du kannst den Teig auch 20-25 Minuten lang in einer Muffinform backen, sie dann aus der Form nehmen und weitere 15-20 Minuten backen (für knusprigere, braunere Ränder).
Kann ich den Teig im Voraus zubereiten?
Ich denke, dass der Teig vor dem Backen über Nacht (bis zu 12 Stunden) ruhen kann. Das Backen dauert dann etwas länger und der Teig ist weicher und feuchter.

Rezeptnotizen und Top-Tipps
- Die Flohsamen nicht weglassen: Es gibt keinen vergleichbaren Ersatz, und die Zutat ist für die Bindung und die Textur notwendig.
- Eine Metallform verwenden: Silikonformen leiten die Wärme nicht auf die gleiche Art und Weise und erzielen nicht die beste geröstete, knusprige äußere Textur. Außerdem geht dieses Brot nur leicht auf. Je kleiner die Form, desto größer der Laib.
- Vollständig abkühlen lassen: Das Saatenbrot wird beim Abkühlen vollständig fest, ist aber direkt aus dem Ofen noch leicht klebrig – daher ist es wichtig, das glutenfreie Brot vor dem Aufschneiden vollständig abkühlen zu lassen.
Weitere glutenfreie „Brot“-Rezepte
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Wie du siehst, kannst du dieses Saatenbrot ohne Kneten auch ganz einfach zu Hause zubereiten. Solltest du mein Rezept ausprobieren, wäre es sehr nett von dir, wenn du mir unten einen Kommentar und eine Bewertung hinterlassen würdest. Gerne kannst du auch bei Instagram oder Facebook ein Bild posten und mich darin mit @elavegan und #elavegan verlinken, damit ich deinen Beitrag sehe.

Saatenbrot
Video
Zutaten
- 180 g Haferflocken
- 100 g Sonnenblumenkerne
- 80 g gemahlene Leinsamen
- 50 g Kürbiskerne
- 30 g Chiasamen
- 30 g Flohsamenschalen
- 1 TL Salz
- 400 ml heißes Wasser
- 1 EL Apfelessig
Anleitungen
- Im Blogbeitrag findest du ein Video für eine visuelle Anleitung.Zunächst alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel verrühren.
- Dann die feuchten Zutaten (Wasser und Apfelessig) hinzugeben und erneut mischen - zuerst mit einem Löffel, dann mit den Händen.
- Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben (einen Überstand lassen, damit sich das Brot leicht herausnehmen lässt), mit einem feuchten Küchentuch (oder Frischhaltefolie) abdecken und 30 Minuten lang ruhen lassen, wobei der Ofen in den letzten 15 Minuten auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt wird.In dieser Zeit quellen die Zutaten auf und verbinden sich zu einem homogenen Laib. Das Wasser sollte vollständig aufgesaugt worden sein. Ist dies nicht der Fall, sollte der Teig länger ruhen.
- Das Brot in den Ofen schieben und etwa 50-60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
- Anschließend aus dem Ofen nehmen und vor dem Aufschneiden abkühlen lassen. Guten Appetit!
Anmerkungen
- Die Flohsamen nicht weglassen: Es gibt keinen vergleichbaren Ersatz, und die Zutat ist für die Bindung und die Textur notwendig.
- Eine Metallform verwenden: Silikonformen leiten die Wärme nicht auf die gleiche Art und Weise und erzielen nicht die beste geröstete, knusprige äußere Textur. Außerdem geht dieses Brot nur leicht auf. Je kleiner die Form, desto größer der Laib.
- Vollständig abkühlen lassen: Das Saatenbrot wird beim Abkühlen vollständig fest, ist aber direkt aus dem Ofen noch leicht klebrig - daher ist es wichtig, das glutenfreie Brot vor dem Aufschneiden vollständig abkühlen zu lassen.
Die Nährwertinformationen sind ungefähre Angaben und wurden automatisch berechnet
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Ich backe das Brot jetzt zum 100. Mal. Immer wieder perfekt. Ich benutze eine Metallform und rechne die Zutaten x1,5, weil mir das Brot sonst zu klein war. Lasse es dafür immer gute 60 Minuten im Ofen. Funktioniert ganz prima.
Das freut mich riesig! Danke für dein super Feedback du Liebe! 🙂
Sehr lecker und einfach zu backen… weißt du wie schwer 1 Scheibe (141 Kalorien)ist? Ich möchte die Kalorien berechnen
Vielen Dank
Hallo, die 141 Kalorien beziehen sich auf 1 von 15 Scheiben, also 1/15 des gesamten Brotes.
Die Gesamtmenge der Zutaten liegt bei etwa 870 g (inklusive Wasser). Nach dem Backen wiegt das Brot meist etwas weniger, je nachdem wie viel Feuchtigkeit verdampft, in der Regel ungefähr 800 bis 850 g.
Teilst du das durch 15 Scheiben, wiegt eine Scheibe im Schnitt etwa 55 bis 60 g.
Die 141 kcal beziehen sich also ungefähr auf eine Scheibe mit rund 57 g.
Wenn du es ganz exakt wissen möchtest, wiege dein fertiges Brot komplett und teile das Gewicht durch 15. Dann hast du den genauen Wert für deine Scheiben.
Hallo, tolles Rezept. Ich frage mich, kann man die Sonnenblumenkerne gegen Kürbiskerne oder Mandeln tauschen?
Ja, natürlich, das kannst du gerne machen. 🙂
Hallo,
ich habe gerade dein Brot aus dem Ofen geholt und nach 30 min es nicht länger ausgehalten.
Es ist super lecker!
Ich hatte nur keine Haferfocken, aber Haferflockenmehl… ging natürlich auch damit 😉
Der Rand ist leicht knusprig und die Mitte fluffig weich 🙂
Das mache ich öfters bzw werde es das nächste Mal zu kleinen Brötchen verarbeiten.
Danke fürs Rezept.
Dörte
Wie schön, das freut mich richtig, liebe Dörte. 😊
Danke dir fürs Feedback 💛
Hallo Ela,
ich habe am Wochenende das 1. Mal dieses Saatenbrot gebacken und bin total begeistert.
Der Geschmack und die Fluffigkeit des Brotes, einfach nur ein Traum. Vielen Dank für dieses tolle Rezept.
Werde ich definitiv noch öfters backen und auch weiterempfehlen!
Liebe Grüße Dany
Hallo Dany, wie schön, das freut mich riesig! 🥰
Ich liebe dieses Saatenbrot auch total – vor allem, weil es super einfach ist. Vielen Dank für dein liebes Feedback und fürs Weiterempfehlen!
Ganz liebe Grüße
Ela 💛
Kann man das einfrieren?
Ja, das geht. Ich habe es auch im Blogbeitrag beschrieben.
Hallo!
Bin soeben auf das Rezept gestoßen und würde das Brot gerne noch dieses Wochenende versuchen, allerdings ist so kurzfristig weit und breit kein Leinsamen gemahlen (Leinsamenmehl, Leinmehl) zu bekommen.
Wodurch könnte ich dieses denn ggf. ersetzen?
LG Jenny
Hallo Jenny, wie schön dass du das Brot ausprobieren möchtest! 😊
Gemahlene Leinsamen sind in diesem Rezept wichtig für die Bindung und die saftige Textur. Wenn du sie nicht bekommst, kannst du ganze oder geschrotete Leinsamen nehmen und kurz in einem Mixer mahlen. Alternativ funktionieren auch gemahlene Chiasamen, aber nur etwa 50 g, da sie stärker gelieren.
Ich empfehle aber, wenn möglich, Leinsamen zu mahlen, damit die Konsistenz optimal wird. Viel Erfolg beim Backen und berichte gerne wie es geworden ist! 💛
Hallo Ela!
Vorweg mal, WAS FÜR EIN TOLLES REZEPT!!! 😍 Mit das beste, einfachste Rezept überhaupt. Ich mache immer noch Brotgewürz dazu, dann liebe ich dieses Brot einfach nur mit einer dünnen Schicht Butter, Frischkäse oder ganz easy mit Avocado, Tomate und ein Salatblatt. Fantastisch!!
Nun noch eine Frage: meinst Du, man könnte statt Hafer- auch Dinkelflocken nehmen?
Danke für dein tolles Feedback, Jo, das freut mich riesig! 😍 Ja, du kannst Haferflocken durch Dinkelflocken ersetzen, aber die Konsistenz könnte sich leicht verändern. Dinkelflocken nehmen Flüssigkeit etwas anders auf, also eventuell die Menge anpassen. Lass mich wissen, wie es geworden ist! 😊
Hallo Ela, an sich habe ich es nicht so mit Kommentaren…. aber hier ist mal einer fällig! Danke für dieses unglaubliche Rezept. Das Brot wird regelmäßig gebacken und schon manch eine Freundin hat sich das Rezept geben lassen. Ich backe das Brot ca 90 Minuten, da es mir sonst innen zu klebrig ist. Vielen dank dir. Grüße Marion
Oh wow, danke für deinen lieben Kommentar, Marion! 😊💛 Es freut mich riesig, dass du das Brot so gerne backst und es sogar weiterempfohlen hast – das ist das schönste Kompliment! 🤗 Und super, dass du die Backzeit für dich angepasst hast. Viel Spaß weiterhin beim Backen! 🥰
Hallo ich wurd| das gern backen. kann ich auch ganze Haferkörner nehmen, wenn sie vorher eingeweicht sind. oder ohne einweichen. LG Bianka
Hallo Blanka, ich denke nicht, aber hab es nie ausprobiert.
LG, Ela