Dies ist mein Lieblings-Rezept für selbstgemachtes glutenfreies Brot, das eifrei, hefefrei und nährstoffreich ist! Das Buchweizenbrot ist gesund und benötigt keine Ruhezeit (zum Gehen) wie ein glutenhaltiges Weizenbrot mit Hefe. Dieses saftige vegane Brot ist außen knusprig und innen weich!
Glutenfreies Brot backen
Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich versucht habe, ein perfektes glutenfreies Brot zu backen… Viel zu oft habe ich schon das Handtuch geworfen, weil es verdammt schwer ist, ein gutes glutenfreies Brot ohne Eier zuzubereiten.
Aber da ich ziemlich stur sein kann (haha), habe ich nie aufgegeben und mit dem Experimentieren weitergemacht…
Flohsamenschalenpulver
Eines Tages habe ich eine glutenfreie Pizza mit Flohsamenschalenpulver gemacht. Die Pizza wurde richtig gut (das Rezept findest du HIER) und mich überkam wieder die Experimentierfreude.
Um es kurzzumachen, ich habe online nach selbstgemachtem glutenfreien veganen Brot mit Flohsamenschalen gegoogelt und ein paar verschiedene Rezepte gefunden, die recht große Mengen an Flohsamenschalenpulver enthalten.
Ein Rezept stammte von der lieben Bloggerin „Frei Knuspern“ und sie inspirierte mich dazu, ein Brot mit Flohsamenschalenpulver zu probieren. Ich habe ihr Rezept etwas abgewandelt und eine andere Mehlmischung verwendet und das Brot wurde richtig super!
Ich war ein wenig schockiert, wie gut es geworden ist, zumal das Brot weizenfrei (und damit glutenfrei) und eifrei (vegan) ist! Es ist aufgegangen, obwohl es keine Hefe enthält und sah aus wie Brot aus einer Bäckerei.
Fazit: Flohsamenschalenpulver ist ein Segen für glutenfreie Backwaren. Es ist auch sehr gesund, besonders für unseren Darm! Bitte tu dir daher den Gefallen und kaufe es dir. Es ist preiswert und richtig toll!

Wie macht man glutenfreies Brot?
Schritt 1: Zuerst das Flohsamengel zubereiten. Hierzu einfach Flohsamenschalenpulver und Wasser in einer Schüssel mischen. Versuche dabei schnell zu sein, da es innerhalb von Sekunden geliert. Ich benutze immer einen Schneebesen was am besten funktioniert. Die Mischung für 20-30 Minuten beiseite stellen. In der Zwischenzeit die trockenen Zutaten abwiegen.

Schritt 2: Es ist Zeit, alle trockenen Zutaten abzuwiegen und in eine große Schüssel zu geben. Den Backofen auf 200° C (O/U) vorheizen.

Schritt 3: Das Flohsamengel in die große Schüssel geben und alle Zutaten mit einem Handmixer (mit Knethaken) vermischen. Du kannst den Teig auch mit den Händen kneten oder eine Küchenmaschine verwenden. Es dauert ungefähr 5-10 Minuten, bis der Teig gut vermischt ist.

Schritt 4: Den Teig zu einem runden Laib formen und ca. 55-60 Minuten im Ofen backen! Das war’s schon!

Samen/Kerne deiner Wahl verwenden
Ich verwende gerne Kürbiskerne, aber du kannst auch Sonnenblumenkerne, Sesamsamen oder Nüsse deiner Wahl (z. B. Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Mandeln usw.) nehmen.
Zutaten von diesem Buchweizen-Brot
Die genauen Zutaten mit Gewichtsangaben findest du wie immer unten im Rezept! Bitte überprüfe auch die Rezept-Anmerkungen unten, in denen ich verschiedene andere Mehle aufführe.
Meine Lieblingsmehlkombination ist:
- Buchweizenmehl
- Reismehl
- Kichererbsenmehl
- Tapiokamehl
Ich weiß, dass auch andere Mehle wie Linsenmehl, Teffmehl usw. erfolgreich zum Einsatz kommen können. Da ich aber nicht allzu viele verschiedene Mehlkombinationen ausprobiert habe, kann ich nicht versprechen, dass das Brot jedes Mal gleich gut wird. Mir ist jedoch aufgefallen, dass man auf Buchweizenmehl nicht verzichten sollte!

Kann ich das Brot einfrieren?
Ja, du kannst dieses glutenfreie Brot definitiv einfrieren! Schneide es in Scheiben und wickel die einzelnen Scheiben in Brotpapier ein. In Zip-Lock-Beutel geben und bis zu 3 Monate einfrieren. Lasse es bei Raumtemperatur auftauen und toaste es, sobald du es servieren möchtest.

Dieses Buchweizenbrot ist:
- Vegan (tiermilchfrei, eifrei)
- Hefefrei
- Ölfrei
- Fettarm
- Gesund
- Innen soft und außen knusprig
- Einfach zu machen
Wie servieren:
Du kannst das glutenfreie Brot zu Eintöpfen, Suppen usw. servieren. Nachfolgend findest du einige leckere vegane, glutenfreie Rezept-Beispiele:
- Linsenpfanne mit Kartoffelpüree
- Cremige Maissuppe
- Weiße Bohnensuppe mit Kartoffeln
- Kichererbsen Curry in 25 Minuten
- Gesunde Linsensuppe
- Süßkartoffel-Curry mit Spinat
- Einfaches rotes Linsen Dal
- Cremiges Gemüsecurry
- Linsen Dal
- Vegane Tortilla Suppe

Solltest du mein glutenfreies Brot Rezept ausprobieren, wäre es sehr nett von dir, wenn du mir unten einen Kommentar und eine Sternebewertung hinterlassen würdest. Gerne kannst du auch bei Instagram oder Facebook ein Bild posten und mich darin mit @elavegan und #elavegan verlinken.

Glutenfreies Brot
Video
Zutaten
Trockene Zutaten:
- 100 g Buchweizenmehl (siehe Anmerkungen)
- 100 g weißes Reismehl
- 100 g Kichererbsenmehl
- 40 g Tapiokastärke (siehe Anmerkungen)
- 1 TL Backpulver
- ½ TL Natron
- 3/4-1 TL Meersalz
- 50 g Kürbiskerne (optional - siehe Anmerkungen)
Flohsamenmischung:
- 450 ml Wasser
- 30 g Flohsamenschalen gemahlen (siehe Anmerkungen)
Anleitungen
- Gerne kannst du das kurze Video anschauen für eine visuelle Darstellung des Rezeptes.Zuerst das Flohsamengel zubereiten. Hierzu einfach Flohsamenschalenpulver und Wasser in einer Schüssel mischen. Versuche dabei schnell zu sein, da es innerhalb von Sekunden geliert. Ich benutze immer einen Schneebesen, was am besten funktioniert. Die Mischung für 20-30 Minuten beiseite stellen.
- In der Zwischenzeit alle trockenen Zutaten abwiegen und in eine große Schüssel geben. Den Backofen auf 200° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Das Flohsamengel in die große Schüssel geben und alle Zutaten mit einem Handmixer (mit Knethaken) vermischen. Du kannst den Teig auch mit den Händen kneten oder eine Küchenmaschine verwenden. Es dauert ungefähr 5-10 Minuten, bis der Teig gut vermischt ist.
- Wenn der Teig zu feucht erscheint, bestreue ihn mit 1-2 EL Tapiokastärke. Wenn er sich zu trocken anfühlt, etwas Wasser hinzufügen.
- Den Teig zu einem runden Laib formen und ca. 55-60 Minuten im Ofen backen. Das Brot wird im Ofen aufgehen (siehe das Vorher- und Nachher-Bild oben im Blogbeitrag), aber bitte erwarte nicht, dass es aufgeht wie ein glutenhaltiges Weizenbrot, welches mit Hefe hergestellt wurde.
- Das Brot vollständig abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und genießen. Das Brot lässt sich gut bis zu 3 Monate einfrieren!
Anmerkungen
Video vom Rezept
- Flohsamenschalen (gemahlen) ist die wichtigste Zutat in diesem Rezept und kann durch keine andere Zutat ersetzt werden. Verwende unbedingt gemahlene Flohsamenschalen. Falls du keine gemahlenen Flohsamenschalen hast, kannst du die Flohsamenschalen in einem Mixer oder in einer elektrischen Gewürz-/Kaffeemühle mahlen, bis es ein feines Pulver ist.
- Ein paar Leute erwähnten einen seltsamen Geruch im Brot (ich nicht und die meisten anderen Leute auch nicht), jedoch erhielt ich auf meiner englischen Seite ein paar Tipps diesbezüglich.
- Du kannst Vollkorn- oder helles Buchweizenmehl verwenden, beides funktioniert gut. Einige Leute haben auf meiner englischen Seite kommentiert, dass sowohl Hafermehl als auch Hirsemehl das Buchweizenmehl auch sehr gut ersetzen.
- Reismehl eignet sich sehr gut für dieses Brotrezept. Du kannst jedoch auch mit Linsenmehl, Teffmehl, Hirsemehl oder Quinoamehl experimentieren.
- Du kannst Pfeilwurzelmehl oder Maisstärke anstelle von Tapiokastärke verwenden.
- Kichererbsenmehl verleiht dem Brot gesundes, pflanzliches Protein.
- Kürbiskerne: Du kannst auch Sonnenblumenkerne verwenden, diese färben sich jedoch aufgrund einer chemischen Reaktion mit dem Backtriebmittel nach einer Weile grün. Dies ist völlig ungefährlich!
- Je nach Mehlmischung kann das Brot fluffiger/leichter oder dichter werden.
Die Nährwertinformationen sind ungefähre Angaben und wurden automatisch berechnet
FALLS DU PINTEREST NUTZT, KANNST DU GERNE FOLGENDES BILD PINNEN:








So ein tolles Rezept! Mit den Flohsamenschalen, einfach klasse.Ich habe es zu meinem „perfekten“ Rezept etwas umgewandelt:
250g Reis/Maismehl,50 g Buchweizenmehl,40gMaisstärke,1TL Natron,1TL Salz, Flohsamenschalen wie beschrieben . In Haferflocken wälzen. Wird von außen super knusprig und geht wunderbar auf. Vielen lieben Dank für‘s experimentieren 🙂
Das klingt richtig toll! 😍 Vor allem der Tipp mit den Haferflocken zum Wälzen klingt genial! 💛
Liebe Ela, ich mache dein Brot bis zu 3x in der Woche, weil es uns (meiner Tochter,19 und mir) so gut schmeckt. Es erleichtert mir meinen Alltag ungemein. Seit ich mich glutenfrei ernähren muss, habe ich auf Brot verzichtet, da mir auch die Fertigprodukte nicht zusagten.
Ich empfehle dein Rezept am laufenden Band und alle waren bisher begeistert.
Alleine die Kombination aus glutenfrei, hefefrei und vegan ist absolut überzeugend!
….und dann der Geschmack! Einfach ein Traum.
Danke, dass es Mesnschen wie dich gibt, die nicht aufgeben, experimentieren bis sie ein passendes Ergebnis haben und es dann auch noch mit dem Rest der Welt teilen!!!
Danke für dein Engagment!
Danke für dieses WahnsinnsRezept!
Vielen Dank
Liebe Grüße aus Wien
Liebe Eliane, wow, deine Nachricht hat mir gerade richtig den Tag versüßt! Es freut mich riesig zu hören, dass dir und deiner Tochter das Brot so gut schmeckt und es sogar so oft bei euch auf den Tisch kommt. Genau dafür habe ich so lange getüftelt – damit glutenfrei, vegan und hefefrei nicht nach Kompromiss schmecken, sondern nach Genuss.
Danke auch, dass du mein Rezept so fleißig weiterempfiehlst, das bedeutet mir unglaublich viel.
Ganz liebe Grüße nach Wien und weiterhin ganz viel Freude beim Nachbacken! 🙂
Alles Liebe
Ela 🌸
Leider war das Brot im vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad/Ober- Unterhitze nach 65 Min. Backzeit innen noch total nass, also nicht durchgebacken. Habe Tapiokastärke durch Maismehl ersetzt (20 g Maismehl statt 40 Tapioka).
Brot ist super aufgegangen, würde es gerne nochmal versuchen. Hast Du eine Erklärung, was ich besser machen kann?
Hallo 😊 das lag ganz klar am Ersatz. Maismehl verhält sich anders als Tapiokastärke und bindet die Flüssigkeit nicht so gut. Am besten nimmst du beim nächsten Mal Kartoffelstärke (40 g) oder bestellst dir Tapiokastärke, dann sollte es klappen. Viel Erfolg beim nächsten Backen!
Wirklich tolles, einfach zuzubereitendes Brot mit überraschend guter Konsistenz. Vielen Dank fürs Teilen! Ich werde es auf jeden Fall mal mit Hefe und Über-Nacht-Gare probieren, und mit Teffmehl statt Reismehl. Ich liebe Buchweizen und bin froh, endlich mal das Kichererbsenmehl zum Einsatz zu bringen und mehr Proteine im Brot zu haben..
Tatsächlich finde ich allerdings auch, dass das Brot am zweiten Tag etwas muffig riecht. Wenn man es aber toastet, verfliegt der Geruch, und geschmacklich merkt man nichts. Eventuell liegt es an der Lagerung, ich habe es einfach in ein Tuch eingeschlagen. Oder am Kichererbsenmehl, das ich frisch aus getrockneten Kichererbsen gemahlen habe. Ich werde es auf jeden Fall wieder backen. Nochmal danke!
Danke dir für das tolle Feedback! Freut mich sehr, dass dir Konsistenz und Geschmack gefallen 😊 Hefe und Über-Nacht-Gare klingen interessant, und Teffmehl passt bestimmt auch richtig gut. Toasten ist sowieso immer eine gute Idee! 🙂
LG, Ela
Hallo, habe das Brot nach Rezept gebacken und bin positiv überrascht.
ja, dieses Rezept kann ich weiter empfehlen . Dankeschön
Super Rezept, da super wandelbar! Ich backe es regelmäßig und habe daher angefangen, auch mal andere Mehle im gleichen Verhältnis zu verwenden, Z.B. Amaranthmehl, Kastanienmehl, Hirsemehl. Ich fand das Brot immer lecker 🙂
Danke für das tolle Rezept! Hat uns das glutenfreie Leben sehr erleichtert!
Das freut mich riesig, Annica! Toll, dass du so viel experimentierst – die Mehlvarianten klingen super spannend. Danke fürs Teilen und für dein liebes Feedback!
Liebe Ela,
vielen Dank für das Rezept – das sieht sehr gut aus und ich werde es ausprobieren.
Spricht etwas dagegen, das Brot in einer Silikon-Kastenform zu machen?
Wäre dabei etwas Besonderes zu beachten, damit es gelingt?
Liebe Grüße
Martin
Lieber Martin, es freut mich sehr, dass dir das Rezept gefällt! Du kannst das Brot wahrscheinlich schon in einer Silikon-Kastenform backen, das klappt normalerweise gut. Ein paar kleine Hinweise, damit es sicher gelingt:
– Form vorher leicht einfetten, auch wenn sie aus Silikon ist. So lässt sich das Brot später leichter lösen.
– Je nach Dicke der Form kann die Backzeit minimal variieren, es wird wahrscheinlich etwas länger dauern in einer Silikonform.
– Lass das Brot nach dem Backen ca. 10 Minuten in der Form abkühlen, dann vorsichtig herauslösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen!
Liebe Grüße
Ela
Liebe Ela,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort und für die Tipps.
Erst mal vielen Dank für das tolle Rezept – es ist sehr locker und fluffig!
Ich habe mittlerweile einige Brote nach diesem Rezept gebacken und hätte noch einige Fragen:
1) Ich habe das Brot bisher doch immer frei geformt (ohne die Kastenform). Es wurde immer etwas unförmig, was nicht grundsätzlich schlimm ist.
Schwierig finde ich: ich knete den Zeit 10 Min. in der Küchenmaschine und er setzt sich dabei an den Wänden der Rührschüssel ab, d. h. ich habe dann mehrere relativ dünne Fladen, die ich zusammenlegen muss – nicht einen großen Klumpen, wie ich es vom Hefeteig kenne.
Durch das Flohsamen-Gel ist der Teig dann etwas glitschig. Ich weiß n icht genau, woran es liegt – vielleicht ist er zu trocken, jedenfalls verbindet er sich nicht gut mit sich selbst – wenn ich also versuchte aus dem gekneteten Teig ,dann den Brotlaib zu formen, gab es oft Trennstellen, in denen sich Luftblasen bilden – beim letzten Mal war es ganz extrem, da sah das Brot von außen ganz toll aus (allerdings ungewöhnlich groß 😉 ) und war dann innen praktisch hohl – eine riesige Luftblase und außenrum nur 1 cm Teig und die Kruste… Da ließ sich das Brot dann auch kaum noch schneiden, weil es vom Brotmesser zusammengedrückt wurde..
Kennst Du das auch? Was kann man dagegen tun? Eventuell mehr Wasser in den Teig, dass er weicher und feuchter wird?
2) Die Konsistenz von dem Flohsamen-Gel ist echt gewöhnungsbedürftig und da kleben dann auch immer dünne Reste in der Rührschüssel und am Knethaken und an den Händen, das ist ein bisschen lästig (aber kein wirkliches Problem – man kriegt es eben nur recht schwer wieder ab.
3) „stellenweise nicht ganz durch“… ich hatte bei den ersten Broten oft das Problem, das ziemlich unten und in der Mitte ein Bereich war, in dem es nach dem Backen noch „teigig“ aussah – also keine Poren, sondern eine homogene glatt aussehende Schicht. Ich dachte, es sei nicht ganz durchgebacken (es waren nur 55 Min – mittlerweile lasse ich es mindestens 60 Min im Ofen) und hatte es dann nochmal in den Ofen getan (teilweise den ganzen (angeschnittenen) Laib, teilweise auch die einzelnen Scheiben, die ich schon geschnitten hatte, bevor ich es bemerkt hatte). Das blieb dann aber so – auch nach bestimmt 10 bis 15 Minuten zusätzlichem Backen…
Kann das eine andere Ursache haben als die zu kurze Back-Zeit?
4) Gibt es eine Möglichkeit, die Kruste dunkler hinzubekommen?
Manche der EsserInnen mögen es sehr gerne, wenn das Brot außen sehr dunkel und knusprig ist.
Bisher hatte es zwar eine Kruste, aber relativ hell und nicht so ganz knusprig – vielleicht kennst Du da Tricks?
Vielen Dank und viele Grüße
Martin
Hallo Martin,
es freut mich riesig, dass dir das Brot grundsätzlich so gut gelingt und du schon so oft gebacken hast!
1) Luftblasen und Teigstruktur:
Das mit der riesigen Luftblase klingt nach nicht optimalem Verbinden der Teigmasse. Ich würde dir raten, beim nächsten Mal etwas mehr Wasser zu nehmen. Außerdem hilft es, den Teig nur so lange zu kneten, bis er sich gut verbunden hat, nicht unbedingt 10 Minuten. Wenn er an den Schüsselwänden klebt, kannst du zwischendurch mit einem Teigschaber alles nach unten schieben.
2) Klebriges Flohsamengel:
Ja, das kenne ich – das ist tatsächlich normal bei Flohsamen. Mein Tipp: Schüssel und Knethaken direkt nach dem Kneten mit kaltem Wasser abspülen, dann löst sich das Gel viel leichter.
3) „Teigige“ Stellen im Brot:
Das liegt meistens nicht an der Backzeit, sondern daran, dass die Flohsamen-Wassermischung nicht gleichmäßig genug verteilt war. Wenn sich das Gel nicht optimal mit den Mehlen verbindet, bleiben solche dichteren Stellen zurück. Versuch mal, das Pulver direkt zu den trockenen Zutaten zu geben und nicht zu lange warten, bis du es unterknetest (manche haben damit bessere Erfahrungen gemacht). Und unbedingt das Abkühlen lassen, bevor du anschneidest, sonst wirkt es manchmal noch klitschig.
4) Dunklere, knusprigere Kruste:
Hier helfen ein paar Tricks:
– Temperatur am Ende etwas erhöhen (z. B. die letzten 10 Minuten auf 220 °C).
– Brot mit etwas Öl oder Wasser bestreichen, bevor es in den Ofen kommt.
– Auf einem Pizzastein backen, wenn du hast, das macht die Kruste auch kräftiger.
– Für Extra-Knusprigkeit kannst du die letzten Minuten die Ofentür leicht öffnen (dann entweicht Feuchtigkeit).
Vielleicht magst du beim nächsten Backen ein bisschen experimentieren.
Liebe Grüße
Ela
herzlichen Dank für Deine ausführlichen und hilfreichen Antworten!
Liebe Grüße
Martin
Liebe Ela,
noch eine weitere Frage:
ich habe bisher die gemahlenen Flohsamenschalen mit (kaltem) Wasser vermischt und mit einem Schneebesen verrührt, dann min. 20 Minuten quellen gelassen, bevor ich sie mit dem Mehl etc. vermischt habe.
Wäre warmes oder heißes Wasser besser geeignet?
In letzter Zeit mache ich immer 2 Brote gleichzeitig, damit ich sie dann einfrieren kann. Also 60 g Flohsamenpulver und 900 ml Wasser.
Dabei hatte ich allerdings oft das Problem, dass die Mischung nicht gleichmäßig wird – es bilden sich Klümpchen, und die sind dann auch noch im Teig als dunkle Klümpchen drin… 🙁
Hast Du einen Tipp, wie ich Flohsamenpulver und Wasser so verrühren kann, dass es nicht klumpt?
(Schnell versuche ich schon – ich rühre sofort, wenn ich das Wasser zum Pulver in die Schüssel gieße , aber das alleine hilft nicht.
Wäre es evtl besser, das Pulver in das Wasser zu schütten?
Liebe Grüße
Martin
Hallo Martin,
ich nehme kaltes oder lauwarmem Wasser, denn heißes Wasser kann das Gelieren zu schnell starten, bevor du richtig rühren kannst. Das führt dann oft zu Klümpchen.
Du kannst das Flohsamenschalenpulver auch langsam ins Wasser streuen und dabei mit einem Schneebesen oder Handmixer auf niedriger Stufe rühren. So verteilt es sich gleichmäßiger und klumpt weniger. Wenn du gleich die doppelte Menge machst, kannst du das Wasser vorher kurz mit dem Mixer in Bewegung bringen (quasi einen kleinen Strudel erzeugen) und dann das Pulver langsam einrieseln lassen, während du weiter rührst.
Alternativ funktioniert auch ein Standmixer oder Stabmixer super – einfach kurz mixen, dann bekommst du ein gleichmäßiges Gel ohne Klümpchen.
Ich hoffe, das hilft dir weiter und dass deine Brote beim nächsten Mal wieder perfekt werden! 🥰
Liebe Grüße
Ela
Liebe Ela,
nochmals ganz herzlichen Dank für all Deine hilfreichen Hinweise!
„Perfekt“ ist nicht mein Anspruch, aber bei meinen letzten 2 Broten hat es schon ziemlich gut geklappt – v. a. das Einrühren des Flohsamenpulvers ins bewegte Wasser war sehr hilfreich. 🙂
Liebe Grüße,
Martin
Lieber Martin, das freut mich total zu hören! 😊
Und super, dass der Trick mit dem Flohsamenpulver ins bewegte Wasser bei dir so gut funktioniert hat. Deine Brote werden bestimmt jedes Mal noch ein Stückchen einfacher und besser.
Danke fürs Zurückmelden & liebe Grüße
Ela 💛
Ich hätte noch eine Frage: Könntest du dir vorstellen, dass das Brot mit etwas Hefe zusätzlich etwas fluffiger, lockerer und noch besser wird, wenn man Hefe gut verträgt? Zumindest käme das ja in Frage, wenn man den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellt…
Ja, wenn du Hefe gut verträgst, kannst du sicher etwas Hefe dazugeben. Das macht das Brot locker und fluffiger, vor allem bei einer kalten Gare über Nacht im Kühlschrank. Der Teig wird dann etwas mehr aufgehen als ohne Hefe, aber er bleibt trotzdem glutenfrei und etwas anders als klassisches Weizenbrot.
Wichtig ist dann, die Hefe mit den feuchten Zutaten zu mischen und den Teig gut abdecken, damit er nicht austrocknet. Das ist eine schöne Variante, wenn du ein luftigeres Ergebnis möchtest.
Viel Erfolg beim Backen – und falls du noch Fragen hast, melde dich gern! 🙂
Toll, vielen lieben Dank für die schnelle Antwort und die Tipps- bin gespannt 🙂
Hallo Ela, kann man den Teig auch abends zubereiten, über Nacht in der Form gehen lassen und morgens dann backen?
Hallo Katharina, ja, du kannst den Teig gerne abends vorbereiten und über Nacht in der Form im Kühlschrank lassen. 🙂
Schmeckt prima, vor allem auch getoastet, gutes Rezept DANKE,
Ich hab statt Kichererbsenmehl glutenfreies Mehl mit dazu und Maisstärke statt der genannten Stärke genommen und frisch gemahlenen Kümmel ( ca. 1/2 TL)
Klingt lecker – besonders die Idee mit dem frisch gemahlenen Kümmel gibt bestimmt eine tolle Würze! Auch gut zu wissen, dass es mit glutenfreiem Mehl und Maisstärke genauso gut klappt. Danke fürs Teilen deiner Variante! 😊
Vielen Dank für das leckere Rezept, das Brot schmeckt etwas eigen aber sehr gut!
Liebe Ela,
Danke hür dieses großartige Rezept. Es gelingt so einfach und das Brot schmeckt fantastisch. Außen kross und innen fluffig, da habe ich mich richtig drauf gefreut. Mangels Kichererbsenmehl habe ich gemahlenen Quinoa verwendet. Das gelingt genauso gut.
Liebe Grüße
Uta
Liebe Uta, vielen lieben Dank für dein tolles Feedback, das freut mich riesig! 😊 Wie schön, dass dir das Brot so gut schmeckt! Ja, mit gemahlenen Quinoa klappt es auch super.
Ganz liebe Grüße
Ela
Leider vertrage ich Buchweizenmehl und Kichererbsenmehl nicht. Kann ich das Brot auch mit der hellen Mehlmischung von Rewe Frei von machen?
Hallo Pia! Ich würde die Mehlmischung eher nicht empfehlen, da sie hauptsächlich aus Stärke besteht und dadurch nährstoffärmer ist und das Brot schnell trocken oder gummiartig werden kann. Besser wäre es, auf natürliche, glutenfreie Mehle wie Hirse, Quinoa, Teff oder auch Sorghum zurückzugreifen – sie bringen nicht nur bessere Backeigenschaften, sondern auch mehr Nährstoffe und Geschmack mit.
Total lecker, habe es schon mehrfach gebacken. Nur bläht die Tapiokastärke doch ziemlich, weshalb ich es nun leider doch nicht mehr machen kann. Ich schätze mal, dass es mit Pfeilwurzelstärke nicht anders sein wird…
Danke dir für das liebe Feedback, Susanne. Es freut mich total, dass dir das Brot geschmeckt hat! 😊
Was die Blähungen betrifft: Stärke an sich (wie Tapioka- oder Pfeilwurzelstärke) verursacht normalerweise keine Verdauungsbeschwerden, da sie im Dünndarm relativ gut verdaulich ist. Wenn du nach dem Brot trotzdem ein Völlegefühl oder Blähungen hattest, könnte es vielleicht eher an den Flohsamenschalen oder dem Kichererbsenmehl liegen – beides kann bei empfindlicher Verdauung etwas „arbeiten“, besonders wenn man es nicht gewohnt ist.
Vielleicht magst du mal eine kleinere Menge probieren oder die Mehlmischung leicht abwandeln (z. B. statt Kichererbse etwas Hirse oder Hafer verwenden)? Ich freue mich, wenn du weiter experimentierst und dich meldest, wenn du eine Variante findest, die besser für dich passt! 😊
Ich habe schon viele glutenfreie Brote ausprobiert, keines hat mir bisher wirklich gut geschmeckt. Dieses Rezept ist der Hammer, das Brot schmeckt meiner ganzen Familie und ich backe es nur noch. Von Herzen danke für dieses Rezept.
Vielen lieben Dank für dein wunderbares Feedback, liebe Kirstin! Es ist so schön, dass das Brot deiner ganzen Familie schmeckt und du es zu deinem Lieblingsrezept gemacht hast. Ganz viel Freude beim Weiterbacken! 🥰
Ich liebe dieses Brot. Meine Favoriten sind Kokosmehl, Hafermehl und Reismehl. Danke für dieses tolle Rezept 😍
Das klingt richtig gut – Kokos-, Hafer- und Reismehl geben dem Brot sicher eine tolle Konsistenz und einen feinen Geschmack! 😍 Freut mich sehr, dass dir das Rezept gefällt, liebe Nicole! 🙂
Meins ist gerade noch im Ofen. Ich bin gespannt. Das einzige was mir Sorgen bereitet ist ob ich Ober/ Unterhitze oder umluft beim Herd einstellen soll.
Hallo Maria, für dieses Brot empfehle ich Ober-/Unterhitze bei 200 °C. Umluft kann die Oberfläche oft zu schnell austrocknen und das Brot kann dadurch zu fest oder trocken werden.
Mit Ober-/Unterhitze wird die Hitze gleichmäßiger und das Brot backt schön gleichmäßig, gerade bei diesem dichten glutenfreien Teig. Ich habe jedoch auch schon Umluft verwendet (ca. 180 °C) und es klappt auch super. 🙂
Klingt alles sehr gut. Ich wüsste gerne noch wieviele kohlenhydrate das brot auf 100g hat. Ich bin diabetiker und brauche diese angabe so genau wie möglich. Vielen Dank und beste Grüße
Gabi Schröder
Liebe Gabi, ich habe dir die geschätzten Kohlenhydrate pro 100 g des Brotes basierend auf den Zutaten ausgerechnet.
Geschätzte Kohlenhydrate pro 100 g Brot: ca. 30–32 g
So wurde gerechnet (pro 100 g Zutat):
– Buchweizenmehl (100 g): ca. 71 g KH
– Reismehl (100 g): ca. 80 g KH
– Kichererbsenmehl (100 g): ca. 44 g KH
– Tapiokastärke (40 g): ca. 35 g KH
– Flohsamenschalen (30 g): ca. 1 g KH
– Kürbiskerne (50 g, optional): ca. 4 g KH
Wasser, Backpulver, Natron, Salz: keine relevanten KH
Gesamt-KH im Teig (ohne Kürbiskerne): ca. 231 g
Gesamtgewicht Teig (geschätzt, inkl. Wasser): ca. 820–850 g
– 231 g KH ÷ 800 g Teig = ca. 29 g KH pro 100 g Brot
– Mit Kürbiskernen: ca. 30–32 g KH pro 100 g
Ich hoffe, das hilft dir weiter!
Sehr einfach zu backen und schmeckt sehr gut! Ich habe statt Körner Kümmel und Anis in den Teig gemischt. Schmeckt super lecker!
Wie schön, das freut mich sehr! 😊 Kümmel und Anis sind eine tolle Idee – das gibt dem Brot eine richtig aromatische Note. Danke fürs Teilen deiner Variation und weiterhin viel Freude beim Backen!
Danke für das tolle und einfache Rezept! Das Brot gelingt toll und schmeckt sehr gut. Habe Maisstärke anstatt Tapioka verwendet und sowohl Sonnenblumenkerne als auch Kürbiskerne hinzugefügt.
Das klingt fantastisch, freut mich riesig, dass dir das Rezept gelungen ist, liebe Katja! 🙌
Vielen Dank für dieses tolle Rezept. Das Brot habe ich nun schon mehrfach gebacken und es gelingt immer. Endlich ein Brot, was mit jedem Mischbrot vom Bäcker mithalten kann.
Vielen lieben Dank für dein tolles Feedback, liebe Doreen! 😊 Es freut mich riesig zu hören, dass das Brot bei dir so gut gelingt und dir genauso gut schmeckt wie vom Bäcker – das ist ein großes Kompliment! Viel Freude weiterhin beim Backen! 🥰